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Wer sind wir?

Wir sind ein unabhängiger Gemischter Chor, dessen Mitglieder Freude an der Erarbeitung vielfältiger Chorliteratur haben. Uns verbindet die Liebe zu anspruchsvollem Musizieren und unbeschwerter Geselligkeit.

Wir singen unter der Leitung von Frau Elisabeth Reitzer.

Durch qualitätsvolle Konzertauftritte, konzentrierte und fröhliche Probenarbeit, vielfältige Repertoiregestaltung und unseren Einsatz im interkulturellen Bereich setzen wir uns zum Ziel, die Chorlandschaft in und um Weilheim zu bereichern. Im Jahr 2010 wurde uns unter anderen der Kulturpreis der Stadt Weilheim für die erfolgreiche Mitwirkung bei der Weilheimer Passion zuerkannt.  

Was singen wir?

Die Literatur, der wir uns widmen, umfasst geistliche und weltliche Werke aus verschiedenen Epochen, A-Cappella-Sätze genauso wie Werke für Chor und Orchester. Neben dem Einstudieren der jeweiligen Projekte erarbeiten wir uns auch ein festes Repertoire.

Was ist unser Ziel und wie wollen wir es erreichen?

Auf der Grundlage regelmäßiger Probenbesuche und eines intensiven Stimmbildungstages im Jahr unter professioneller Leitung wollen wir unseren Chorklang kontinuierlich verbessern. Ein dreitägiger Workshop in einem naheliegenden Tagungshaus (z. B. Musikakademie Marktoberdorf) vervollständigt unser Übungsprogramm. Unser nächstes Probenwochenende findet vom 30. Januar bis 1. Februar 2015 in der Musikakademie Marktoberdorf statt. 

Aktives Singen hat, wie in der Süddeutschen Zeitung im Januar 2004 zu lesen war, positive Auswirkungen auf den ganzen Menschen. Auch der ehemalige Volksmusikbeauftragte des Bayerischen Vereins für Landespflege weist in einem Artikel im Weilheimer Tagblatt im Januar 2012 auf die gesundheitlichen Aspekte des Singens hin. Haben wir Ihr  Interesse hat, bei uns mitzusingen, geweckt? Sie sind  jederzeit zum Schnuppern willkommen.

Wann kann man uns sehen und hören?

Der Chor sieht sich - mit seinen regelmäßigen Auftritten und Konzerten - als festen Bestandteil des Weilheimer Kulturlebens. Tradition geworden ist neben dem alljährlichen Weihnachtssingen die Präsentation von ein bis zwei größeren Konzerten im Jahr. 

Vereinsleben

Zu einem Verein gehört natürlich neben der „Probenarbeit“ auch ein geselliges Leben. Die Probe wird regelmäßig nach der ersten Probe im Monat in einer Gaststätte - Restaurant Quadriga - „fortgesetzt". 

Wir unternehmen jedes Jahr einen ein- bis zweitägigen Ausflug mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Mal steht die Kultur im Vordergrund, mal die sportliche Ertüchtigung. Und selbstverständlich kommen Essen und Trinken nicht zu kurz!

Im Jahr 2014 waren wir in Feuchtwangen im Sängermuseum. Hierzu finden Sie einen Bericht und Bilder auf der Seite Neuigkeiten.

Die letzte Chorprobe vor den großen Ferien ist traditionell einem Grillfest vorbehalten.

 


 

Singen ist gesund, macht fröhlich und gescheit – am besten in einem Chor

 

Wer möchte nicht bis ins hohe Alter gesund und fit bleiben, Ärger und Stress privat und im Berufsleben möglichst ohne negative Nebenwirkungen konstant abbauen, viel Spaß haben und einfach nur glücklich sein? Während die Auswirkungen von verantwortungsvoll betriebenen sportlichen Tätigkeiten von den medizinischen Fachdisziplinen schon seit längerem positiv nachgewiesen wurden, sind die gesundheitsfördernden Aspekte von Musik auf das Wohlbefinden der Menschen erst in den letzten beiden Jahrzehnten in das Interesse der medizinischen Forschung gerückt.

Singen ist Gesundheitsvorsorge und macht glücklich, denn es kurbelt die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin an, das gegen Depression und Angst hilft, ebenso wie das körpereigene Endorphin Melatonin, welches für einen besseren Schlaf sorgt, den Blutdruck normalisiert, als Krebsprophylaxe wirkt und einen tumorhemmenden Effekt aufweist. Beta-Endorphine erzeugen auch Glücksgefühle und Noradrenalin erhöht die Lebensmotivation. Singen steigert die Immunabwehr über die Produktion des Antikörpers Immunglobulin A. Gleichzeitig werden beim aktiven Singen jene Hormone zurückgedrängt, die uns aggressiv und stressanfällig machen: Testosteron, Adrenalin und Kortisol. 

Wer singt, atmet tiefer, was sich günstig auf die Sauerstoffversorgung mit vitalisierendem Effekt auswirkt. Tiefes Atmen regt Herz und Kreislauf an, steigert das Lungenvolumen, dehnt und kräftigt die Rumpfmuskulatur. Dies wirkt entspannend, fördert die Verdauung und kann sogar seelische Spannungen lösen.

Durch regelmäßigen Gesang werden die Stimmbänder dicker und straffer, die Muskeln, die den Kehlkopf nach unten ziehen und damit den Klangraum vergrößern, kräftiger. Gerade Personen, die viel sprechen und vortragen müssen, aber auch ältere Menschen, können davon profitieren.

Singen macht, auch das ist schon ein wissenschaftliches Forschungsergebnis, sogar gescheiter, indem sich bei regelmäßigem Gesang die Synapsen im Gehirn neu und differenzierter vernetzen.

Nun belegen neuere Forschungen, dass es sehr wohl einen großen Unterschied macht, ob man nur passiv Musik hört, alleine vor sich hin singt, oder – noch besser – gemeinsam mit Anderen aktiv in einem Ensemble oder Chor mitsingt. Die positiven Wirkungen des körperlichen Singens sind überdies größer als das Musizieren auf einem Musikinstrument. 

Während allein durch passives Musikhören das Stresshormon Kortisol abgebaut werden kann, die Produktion von Immunglobulin A beim Singen im Vergleich zu passivem Musikhören jedoch deutlich höher ist, kann die Stimmung und damit das Wohlbefinden und ein Gefühl der sozialen Geborgenheit nur durch gemeinsames Singen, zum Beispiel in einem Chor, signifikant verbessert werden. Dies erfolgt über das „Kuschelhormon“ Oxytoxin, das als Harmonie-stiftend gilt. Gemeinsames Singen wirkt sich dadurch nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die seelische Gesundheit aus.

Nach dem Singen mit viel produziertem Oxytoxin lässt sich ein Chorprobenabend besonders schön in geselliger Runde im Rahmen eines Stammtisches ausklingen. Dies macht der Weilheimer Chorkreis mindestens einmal pro Monat. Die Teilnahme an diesen Runden ist jedoch völlig freiwillig und nicht direkt mit den Choraktivitäten verbunden. Da Tugenden wie Zuhören und Zurücknahme der eigenen Stimme zugunsten eines harmonischen Chorklangs für ein gutes gemeinschaftliches Singen unmittelbar gefördert werden, bietet die Mitgliedschaft in einer Chorgemeinschaft nicht nur eine Gesundheits-prophylaxe, sondern auch eine soziale Anbindung in einer Gemeinschaft aller Altersgruppen, mit Menschen unterschiedlicher Konfessionen, unterschiedlichen Berufen und politischen Anschauungen im Rahmen gegenseitiger Toleranz. 

Zuletzt der größte Trumpf für gemeinschaftliches Singen: es erhöht die Lebenserwartung. Schwedische Forscher untersuchten schon in den 90er-Jahren mehr als 12 000 Menschen aller Altersgruppen und entdeckten, dass Menschen von Chören und Gesangsgruppen eine signifikant höhere Lebenserwartung haben als Menschen, die nicht singen. Als weiteres Indiz für eine lebensverlängernde Wirkung des Singens wurde in einem Experiment herausgefunden, dass mit dem Hormon Melatonin behandelte Mäuse im Durchschnitt 20% länger lebten als ihre Artgenossen in der unbehandelten Vergleichsgruppe. Genau dieses Hormon wird verstärkt beim Singen gebildet.

Gerade Kinder und Jugendliche sollten wieder verstärkt an das gemeinsame Singen herangeführt und hierfür begeistert werden. Wer als Kind und Jugendlicher nicht das Singen schätzen gelernt hat, wird sich später als Erwachsener seltener überwinden und den Mut aufbringen, sich einem Chor anzuschließen. Dabei kann jeder singen, wenn er dabei keine künstlerischen Vergleiche mit Profisängern anstellt. Gemäß wissenschaftlichen Studien können nur vier Prozent aller Menschen nicht singen, weil sie an einer so genannten Amusie (Einschränkung der Tonhöhen- und Rhythmuswahrnehmung) leiden. Alle anderen brauchen nur zu üben! 

Auch wer noch nie in einem Chor mitgesungen hat, kann das Chorsingen spielend erlernen. Speziell für Erwachsene mit keiner oder geringer Chorerfahrung bietet die Städtische Musikschule Weilheim jährlich einen achtwöchigen Kurs „Chor für Einsteiger“ an. Vermittelt werden in diesem Kurs Grundlagen der Stimmbildung, Notenkenntnisse und des mehrstimmigen Gesangs. Danach folgt ein Jahr lang Singen im „Einsteigerchor“ der Musikschule, parallel hierzu kann jeder Teilnehmende mehrere Chöre im Wohnumkreis kennenlernen und sich seinen Chor je nach seinen musikalischen Präferenzen und Können aussuchen.

Das Deutsche Musikinformationszentrum geht geschätzt von 4 Millionen Menschen aus, die in den mehr als 60 000 Chören in Deutschland singen. Besonders attraktiv sind sicher Chöre, die Chorliteratur aller Musikrichtungen und Zeiten von der Renaissance bis in die Gegenwart pflegen, zwischen geistlichen und weltlichen Werken regelmäßig wechseln und in denen das musikalische Programm jeweils von allen Aktiven in jährlichen Mitglieder-versammlungen gemeinsam festgelegt wird. Ein solcher Chor ist der Weilheimer Chorkreis (1844) e.V. mit Sängerinnen und Sängern aus Weilheim, aber auch aus dem gesamten Landkreis. 

Der Weilheimer Chorkreis lädt Sie ein: lernen Sie uns bei einem unserer nächsten Auftritte kennen; eine Vorschau auf unsere nächsten Auftritte finden Sie in dieser Homepage. Weiterhin laden wir Sie zu einem unverbindlichen „Schnuppern“ ein: Wir proben (außer in den Schulferien) jeweils mittwochs ab 19:45 Uhr im 5. Stock der Musikschule Weilheim.

Sie brauchen dabei nicht Vorsingen!

Nochmals: Singen ist gesund und macht eine Menge Spaß! Machen Sie mit! 

Hartmut Gast

Weilheimer Chorkreis (1844) e.V.